Praktikum im Ausland Ergotherapie

Erfahrungen aus dem Auslandspraktikum in Österreich

Hallo,

als erste Schülerin des Schulzentrum Gyhum wurde es mir über das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ ermöglicht einige Wochen der praktischen Ausbildung im europäischen Ausland zu absolvieren.

In meinem dritten Ausbildungsjahr im letzten Praktikum konnte ich für vier Wochen in einer Akutklinik für Psychiatrie in Hall / Tirol arbeiten und viele Erfahrungen sammeln. Dafür habe ich mich im Vorfeld bei der Organisation beworben, um das Stipendium zu erhalten. Dann war Geduld gefragt, denn es stellte sich heraus, dass ich für den Arbeitsbereich Ergotherapie auch hier die erste Schülerin war, die begleitet wurde. In einem langwierigen Prozess habe ich zusammen mit der Beauftragten nach einer geeigneten, das Projekt unterstützenden Klinik gesucht. Als die feststand musste ich eine Übernachtungsmöglichkeit finden und dann ging es los.

In der Klinik konnte ich verschiedene Bereiche innerhalb der Psychiatrie begehen. Was ich als sehr spannend und abwechslungsreich erlebt habe. Dabei schaute ich den Ergo´s über die Schulter und habe nach und nach Therapieeinheiten übernommen. Besonders begeistert hat mich die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegekräften, Psychologen und Therapeuten verschiedener Profession. Die Vielseitigkeit und das große Spektrum angewandter Maßnahmen und Methoden in der Ergotherapie hat mir die Möglichkeit gegeben, zusätzlich zu meiner theoretischen Ausbildung, ein umfangreiches Fachwissen in diesem Bereich zu erhalten. In der Fortsetzung des Praktikums in Deutschland konnte ich sehr gut auf das Wissen zurückgreifen und mit den Informationen durch meine dortige Anleiterin verbinden.

Mein Fazit zum Auslandspraktikum fällt sehr positiv aus. Der persönliche Gewinn an Selbstständigkeit und fachlicher Kompetenz ist für mich sehr groß. Außerdem machte es Spaß mal dort zu arbeiten wo ich sonst vielleicht Urlaub machen würde. Denn in der Freizeit hatte ich Gelegenheit mich in der Stadt und dem Umland umzuschauen. Und Land und Leute kennenzulernen. Ich denke, dass die Verteilung auch in andere europäische Länder künftig einfacher wird, wenn Erasmus mit zunehmender Erfahrung auf immer mehr Institutionen im Ausland zurückgreifen kann.

Liebe Grüße

T. Renk